Anbetung der Hirten - das "Weihnachtsbild" im Hauptaltar

Anlässlich der Weihnachtszeit bietet es sich an, auch ein weihnachtliches Motiv aus Basilika oder Kloster Steinfeld vorzustellen. Was liegt da näher, als eines der ursprünglich fünf existierenden, bis heute vier erhaltenen und drei noch regelmäßig im Hochaltar ausgestellten Gemälde auszuwählen: Das im Weihnachtsfestkreis gezeigte mit der Anbetung der Hirten an der Krippe im Stall zu Bethlehem inklusive Ochs und Esel, vor mehr als 300 Jahren von einem namentlich nicht genannten Maler in einem Stil gemalt, der von Kunsthistorikern mit der Wendung „nach Peter Paul Rubens“ charakterisiert wird.

Weil aber auch das diesjährige Weihnachten in einer ganz besonderen Zeit gefeiert wird und damit „geschieht“, seien ein paar Gedanken angefügt – vor kurzem erst gefunden und im Sinn behalten:

„Es sind Zeiten wie diese, wenn wir die radikale Ohnmacht erfahren, der wir uns nicht aus eigener Kraft entziehen können, in denen wir zur Besinnung kommen und die Selbstsüchtigkeit der Kultur, in die wir eingetaucht sind, erkennen; eine Selbstsüchtigkeit, die uns das Beste von dem, was wir sind, verweigert. Und wenn wir in solchen Augenblicken bereuen und wieder auf unseren Schöpfer schauen, und wenn wir uns gegenseitig anschauen, dann können wir uns an die Wahrheit erinnern, die Gott in unsere Herzen eingesenkt hat. Dass wir zu ihm und zueinander gehören.“

Papst Franziskus 2020

In diesem Sinne:

Gesegnete Weihnachten!

Text: H. J. Kirfel

Foto: gdg-steinfeld