Start der Lit.Eifel in der Basilika Steinfeld mit Christine Westermann

Die Lit.Eifel startete in der Basilika von Kloster Steinfeld, ein wunderbar würdiger Rahmen für diese Reihe. Die Radio- und Fernsehjournalistin Christine Westermann las aus ihrem Buch „Manchmal ist es federleicht“.
Das Buch handelt von kleinen und großen Abschieden. Die Moderation übernahm WDR-Sprecherin Katia Franke.
 
Schnell war Christine Westermann vor rund 100 Besuchern, die sich nach den vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen im Gotteshaus bewegten, im Thema drin. Der frühe Abschied vom Vater war ein einschneidendes Erlebnis. Ausschlaggebend für das Buch war allerdings unter anderem der Abschied von der Fernsehserie "Zimmer frei", die Christine Westermann 20 Jahre lang mit Götz Alsmann sehr erfolgreich zelebrierte.
 
Christine Westermann wusste in diesem Moment mal wieder sehr deutlich, wie schön es ist, wenn man seinen Beruf liebt und lebt. Sie fügte dem Gedanken hinzu: "Und wie ich an den Menschen gewachsen bin, die ich treffen durfte." Der Vater von Götz Alsmann befand damals: "So, wie ihr arbeitet, machen andere Leute Urlaub."
 
Es gab weitere Abschiede, etwa den von der äußeren Schönheit. "Auf die innere Schönheit kommt es an", höhnte und witzelte die Journalistin, sich sehr wohl der Sache bewusst, dass dieser Satz irgendwann unvermeidlich ist.
 
Um sich weiter an das Thema heranzutasten und in die Tiefe zu dringen, begleitete Christine Westermann einen Tag lang einen Kölner Bestatter, der auf den zusammen 52 Friedhöfen der Domstadt am Rhein beruflich zu Hause ist. Alltägliches aus dem Leben dieses Menschen blieb ihr besonders haften. Schlimm für Bestatter, kommt kurz vor der Beerdigung eine CD mit mündlichen Hinweisen ins Trauerspiel: "Von den vier Titeln bitte den zweiten an erster Stelle spielen, den dritten zum Schluss und den vierten nur ein paar Takte lang." Dann könne es durchaus passieren, dass aufgrund des Wirrwarrs statt "Ein Freund, ein guter Freund" plötzlich "Veronika, der Lenz ist da" dem CD-Player entweicht.
 
Doch der Tod gehört zum Leben und besonders schön, wenn Verstorbenen gedacht werde, etwa einmal im Jahr zu Weihnachten im Freundeskreis von Christine Westermann an Anne aus Amsterdam. Noch heute bestimmt Anne aus dem Jenseits mit ihrem ausgezeichneten Geschmack den "Weihnachtswein". 
 
Fazit von Katia Franke: Berührend, amüsant.
 
Christine Westermanns Schlusswort: „Auch wenn etwas aufhört, ist es manchmal noch nicht zu Ende...“
 
Die Besucher dankten den Ausführenden mit herzlichem Applaus und standen für eine Signatur im frisch gekauften Buch, das die Buchhandlung Pavlik aus Kall an einem Stand im Vorraum der Basilika anbot, gerne an.
 
Die Ausführenden wiederum dankten Pater Wieslaw Kaczor, Leiter der GdG-Steinfeld, der für den Auftakt der Lit.Eifel die Basilika Steinfeld zur Verfügung stellte.
 
Das ganze Programm der Lit.Eifel gibt es hier: