Rekollektionen Nr. 1 - im Jahr der Seligsprechung von Pater Jordan, 2021

Rekollektionen Nr. 1

Als Salvatorianer auf einem gemeinschaftlichen Glaubensweg

1. Texte

1.1. Heilige Schrift

Apg 2,42 Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten.

Joh. 17,21 Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.

Weitere Stellen: Röm 12; 1 Kor 12; Kol 3,12-17

1.2. Text der Kirche

GS 24 (Konzil, Gaudium et Spes) 

Gott, der väterlich für alle sorgt, wollte, dass alle Menschen eine Familie bilden und einander in brüderlicher Gesinnung begegnen.

PC 15 (Konzil, Perfectae Caritatis)

Das Leben in Gemeinschaft nach dem Beispiel der Urkirche, in der die Menge der Gläubigen ein Herz und eine Seele war (vgl. Apg 4,32), soll, genährt durch die Lehre des Evangeliums, durch die heilige Liturgie, vor allem durch die Eucharistie, in Gebet und Gemeinsamkeit des Geistes beharrlich gepflegt werden (vgl. Apg 2,42).

Orden 2.1.1 (Deutsche Synode)

Der grundlegende Auftrag der geistlichen Gemeinschaft besteht darin, dass sie als Gruppe, die im Nachfolgeruf des Evangeliums Ursprung und Bestand hat, durch ihre Lebensordnung und ihren Dienst – die Verherrlichung Gottes und das Dasein für die Menschen – ein Zeichen sind für das in Christus angebrochene Heil.

1.3. Konstitutionen

Art. 40T

Wir sind von Gott berufen zu einer Gemeinschaft in Glaube, Brüderlichkeit und Apostolat.

Nach dem Beispiel der ersten Christen teilen wir einander unsere Glaubenserfahrungen mit, pflegen freundschaftliches und brüderliches Zusammenleben und erfüllen gemeinsam unseren apostolischen Dienst.

Art. 402

Da wir im Namen Christi, des Heilandes, versammelt sind, sind wir gewiss, dass er in unserer Mitte ist als die fortdauernde Quelle unserer Einheit, Kraft und apostolischen Wirksamkeit.

1.4. Worte des Gründers

„Ich beschwöre euch, wandelt würdig der Berufung, die an euch erging, indem ihr in aller Demut und Sanftmut, in Geduld und Liebe einander ertragt. Vor allem haltet fest in der Liebe zueinander, denn die Liebe deckt viele Sünden zu. „Ein neues Gebot gebe ich euch“, sagt der Herr. „Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. All euer Tun geschehe in Liebe.“ Regel 1884

„Leben sie aus dem Glauben, ich bitte sie! Das wird ihnen Segen bringen. Das wird ihnen Frieden bringen und Segen für ihre Arbeit. Das wird die Kommunität befestigen und stärken, die Gesellschaft großmachen.“

(Worte und Ermahnungen, 11)

„Halten sie das gemeinschaftliche Leben hoch“

(Worte und Ermahnungen, 42)

„Halten sie fest zusammen bis zum Ende der Zeiten. Einheit ist der Wille Gottes.“

(Worte und Ermahnungen, 123)

2. Fragen:

- Wie bin ich Salvatorianer geworden?

- Wie lebe ich in der Gemeinschaft?

- Wie fühle ich mich in unserer Gemeinschaft?

- Wo wird unser gemeinschaftlicher Glaubensweg deutlich?

- Wir sind berufen, „die Einheit der Kinder Gottes in der Wahrheit und Liebe“ (Gaudium et Spes 24) untereinander zu verwirklichen. Was bin ich bereit, dafür zu tun? Was besagt das für mich, für unsere Gesellschaft?

- Teile ich/wir miteinander Leben und Glauben?

- Ist mein/unser Leben ein Miteinander?

- Was hindert mich, mein Leben zu teilen, mitzuteilen?

- Was habe ich für Wünsche?

 

Das Foto zeigt die Taschenuhr von Pater Jordan mit exakt der Zeit, zu der er verstorben ist, am 8. September 1918 um 20.02 Uhr.

Das Foto fertigte P. Augustín Van Baelen SDS in Rom an.