„Andere werden kommen und weitermachen“ / Profess und Patrozinium

Steinfeld. Ihren tiefen Glauben und die Bekräftigung dieses Glaubens – das feierten die Angehörigen der salvatorianischen Familie am Dienstagabend in der Basilika Steinfeld. Pater Paul Cyrus, Superior von Kloster Steinfeld, ging in seiner Predigt auf den Glauben, den Gründer des salvatorianischen Ordens und das „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“, das ebenfalls am Dienstag gefeiert wurde, ein. Pater Paul: „Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten – liebe Schwestern und Brüder, so prägnant beschreibt der Evangelist Lukas eine so intime Beziehung zwischen Gott und Maria, dass aus dieser Beziehung Heil der Welt geboren wird.“ Ohne Zweifel sei Gott der Initiator dieser Beziehung gewesen und Maria sei ohne Vorbehalte auf diese Beziehung eingegangen. Pater Paul: „Maria ist durch ihr Tun zum globalen Erlösungsplan Gottes und für uns alle zu einer hilfreichen beziehungs-Brücke zu Gott geworden.“

Das Hochfest, so der Geistliche weiter, sei ein ausgezeichneter Anlass, zu fragen: „Wie ist es um unsere Beziehungen bestellt?“ Gerade in der nun schon lange andauernden Pandemie, in der die oberste Devise lautet: „Abstand halten“ tue es gut, Beziehungen unter die Lupe zu nehmen. Pater Paul: „Da haben wir inzwischen schon gelernt, dass man manchmal die äußere Form verändern muss, damit die Beziehung nicht zur Gefahr, sondern weiterhin zur Entfaltung und Heilung beitragen kann.“
Letztendlich stellte er die Frage: „Wäre es nicht heilend, genau diese Erfahrung auch konstruktiv auf unsere Beziehung zu Gott zu übertragen? Auch da gibt es die Gefahr, dass man Gott gegenüber auf Abstand geht und sich von ihm entfremdet.“
In seiner Predigt stand auch der Gründer der Salvatorianer, Pater Franziskus Maria vom Kreuze Jordan, der am 15. Mai 2021 in Rom selig gesprochen werden soll, im Fokus. Pater Paul Cyrus beschrieb Pater Jordan als „Beziehungsmensch“, als „spirituelles Netzwerk“. Die Frage des Gründers sei nicht gewesen: „Was glaubst Du?“, sondern „Wem glaubst Du?“ Pater Jordan habe nie Lehrsätze in den Mittelpunkt seines Wirkens gestellt, sondern die Begegnung mit Gott. Am Ende seines Lebens habe der Gründer voller Zuversicht gesagt: „Andere werden kommen und weitermachen.“ Pater Paul: „Heute, nach 102 Jahren, sind wir diese ,Anderen‘.“ Die anwesenden Mitglieder der salvatorianischen Familie sagten im Laufe des Gottesdienstes erneut „Ja“ zu ihrem eingeschlagenen Weg.
Mehr zum Orden der Salvatorianer gibt es im Internet: https://salvatorianer.de/
 
Fotos/Text: gkli