Das Kreuz "Am Lengsche" (Am Lindchen) steht wieder

Sistig. Das war ein sehr trauriges Bild, was sich da nach einem Sturm im Januar 2018 auf dem Knipp zwischen Sistig und Diefenbach bot:

Bäume waren umgefallen und hatten das stattliche Kalksteinkreuz mitgerissen. Engagierte Bürger, die Gemeinde, Kirche, der Denkmalschutz und die Versicherung sorgten dafür, dass das Kreuz anno 1694 wieder zum Stehen kam. Stefan Pütz, Schmied aus Sistig, baute dem Kruzifix ein Rückgrat. So hat das 3,10 Meter hohe Markenzeichen der Gemarkung "Em Lengsche" wieder richtig guten Halt und dürfte so vor Sturm gewappnet sein. Mit Sockel misst das Kreuz aus Eifeler Kalkstein stolze 3,25 Meter. Stefan Pütz ist dabei, die Inschrift zu entziffern, die in etwa sinngemäß lautet: "1694 den 20. Oktober hat Pastor Meyer mit Haushälterin Katrein samt Ehrenkantore von Sistig dieses Kreuz aufstellen lassen zu Ehren Gottes und Maria. Amen." Lothar Gerhards, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender, plant, das markante Kruzifix im Herbst noch zu umpflanzen. Um dem Namen der Gemarkung und des Kreuzes gerecht zu werden, sollen zwei Winterlinden das Kreuz zukünftig begleiten ebenso wie langsam wachsende, dunkelgrüne Säuleneiben im Hintergrund. Die Bank am Kreuz lädt bereits jetzt schon ein, an dieser hoch gelegenen Stelle mit der weiten Fernsicht zur Ruhe zu kommen und den Ort zu genießen.