920 bis 1184

Um das Jahr 920 wird zum ersten Mal der Name Steinfeld genannt. Graf Sibodo von Hochstaden lässt die Gebeine des heiligen Bekenners Potentinus und seiner beiden Söhne Felicius und Simplicius mit Erlaubnis des Erzbischofs Rutger von Trier von Carden an der Mosel nach Steinfeld überführen. Dort soll der Graf ein Jagdschloss besessen haben, das er in ein Benediktinerinnenkloster umwandelte. Erzbischof Wigfried von Köln (925 bis 953) weihte das Gotteshaus ein. 

Da bei den Ordensfrauen die Ordenszucht verfiel, erwarb der Erzbischof Friedrich von Köln (1100 bis 1131) das Kloster von der Are und rief im Jahr 1097 Augustiner-Chorherren aus dem Stift Springiersbach im Kreis Wittlich nach Steinfeld. Eine bereits errichtete Kapelle zum hl. Andreas erhielt die Rechte einer Pfarrkirche. Die Stiftungsurkunde des Erzbischofs Friedrich, die die Rechte und Pflichten des Klosters regelte, ist die älteste noch erhaltene Urkunde von Steinfeld.
Der hl. Norbert von Xanten gründete um 1121 den Orden der Prämonstratenser, den er auf der Regel der Augustiner-Chorherren aufbaute. Kurze Zeit später, unter dem ersten Propst Evervin von Helfenstein (1121-1151), der die heiligen Norbert und Bernhard von Clairvaux persönlich kannte, schloss sich der Konvent um 1138 den Prämonstratensern an.  
Dieser Propst war für das Kloster Steinfeld von überragender Bedeutung. Im Jahr 1142 legte er den Grundstein zu einer neuen Klosterkirche. In einer Bauzeit von acht Jahren wurde die heute Basilika als dreischiffige, romanische Gewölbekirche erbaut. Unter Evervin begann für Steinfeld eine Entwicklung, die es zu einem der bedeutendsten Klöster in  Deutschland werden ließ. Er war es auch, der schon bald Steinfelder Mitbrüder zu Tochtergründungen aussandte. Tochtergründungen gab es in Holland, Irland und Deutschland (Duisburg-Hamborn), vor allem aber auch im Osten. Von besonderer Bedeutung ist die Gründung des Stiftes Strahov oberhalb von Prag (1140).
Der zweite Propst Ulrich (1152 bis 1170) orientiert sich an der Erneuerungsbewegung der Kirche, die von Frankreich ausgeht und mit den Orten Citeaux, Clairvaux und auch Prémontré verbunden ist. 1163 unterstellt der selige Friedrich von Mariengarten seine Neugründung in Friesland dem Kloster Steinfeld. Probst Ulrich nimmt auch den jungen Hermann von Köln, den späteren hl. Hermann Josef, in den Konvent auf, der später seine Studien im Kloster Mariengarten absolviert. 
1184 nach dem Tod des fünften Steinfelder Propstes wird Steinfeld zur Abtei erhoben und bis zur Auflösung während der Säkularisation 1802 stehen 44 Äbte in ununterbrochener Reihenfolge der Klostergemeinschaft vor.